Vorwort:
...ist es nicht möglich nach so vielen Recherchen in Sachen der Wocheles auch eine Zusammenkunft der Familie zu organisieren?
Sollten nicht alle Wocheles nach dem mühevollen Stöbern in alten Kirchenbüchern wissen, wo ihre Ahnen herkommen und wie alles damals anno 1495 anfing!
So dachten auch die Initiatoren Robert und Karlheinz Wochele und organisierten 500 Jahre danach das erste Familientreffen im Stammort Aidlingen.
Die Geschichte von Aidlingen
Aidlingen wird als ältester Ort des alten
Oberamts Böblingen bezeichnet.
Die ersten Siedlungsspuren fand man in der Jungsteinzeit 2000 - 3000 v.Chr. ( Speerspitze aus Feuerstein im Leimental ).
Aus der Römerzeit gab es Funde bei der Erweiterung des Wasserwerks der Stadt Böblingen im Kutscher ( Tonscherben, Perlenkette mit über 100 Glasperlen ). Der Steinerne Weg war ein Teil der Römerstraße von Rottenburg über Herrenberg nach Aidlingen, über den Venusberg nach Weil der Stadt
und Pforzheim.
260 n.Chr. stürmten Sueben ( Schwaben ) oder Allemannen auf ihrem geplanten Zug von der Ostsee nach Süden den Limes.
Sie siedelten jedoch in unserem Raum in losen Gehöftgruppen oder kleinen Weilern.( Beispiel Sindelfingen: Sommerhofen etc.)
Zeugen aus dieser Zeit waren die Hünengräber im Staatswald, der Speerfund in den Schelmenäckern ( Panoramaweg ).
Der Zusammenschluss zu Dörfern erfolgte dann erst im frühen Mittelalter.
Ortskern war der Raum der Kirche.
Die Ortsausdehnung ging vom Steigtor ( Buchhaltenschule ) bis zum Brettergässle ( Brettermühle ).
Umgeben war der Ort von einem Haag.
Die obere Mühle lag außerhalb und hatte deshalb den burgenartigen Stil mit Schießscharten und kleinen Fenstern.
Sie ist eines der ältesten noch erhaltenen Bauwerke.
Aidlingen hatte damals nur 2 Straßen:
Die Hauptstraße, damals als Kuhgasse bezeichnet, war das Wohnquartier der größeren Bauern.
Das Unterbess ( unter dem Bess = unter dem Bauch ), damals als Geisgasse bezeichnet war die Wohngegend der Ärmeren.
850 n.Chr. wird Aidlingen urkundlich erwähnt. Es hatte an das 724 n.Chr. von Karl Martell ( Vater von Karl dem Großen ) gegründete Kloster Reichenau 10 Haspel Hanf zu liefern.
Der Reichsapfel im Wappen läßt darauf schließen,
daß Aidlingen vorher in Reichsbesitz war.
1355 verkaufte der Reichenauer Abt Aidlingen um 600 Pfund Münzen an einen Burkhardt von Bondorf ( Stammsitz Berneck ).
Die Äbte hatten Aidlingen ab 1271 an den Graf von Tübingen verpachtet.
1635 im ersten Jahr des 30 - jährigen Krieges kamen 310 Menschen ums Leben.
Dies waren ca. die Hälfte der Bevölkerung!
Um 1700 wurde der alte Ortskern durch eine Feuerbrunst zerstört, wobei auch der Adler , der 1705 wieder aufgebaut wurde, in den Flammen unterging.
Nach der Schlegler - Niederlage in Heimsheim - einem Ritterbund der sich der Expansion des Hauses Württemberg und Baden widersetzte, wurde Aidlingen im Jahre 1860 an Württemberg zwangsverkauft.
Heute ist Aidlingen eine lebendige Gemeinde und mit seinen Ortsteilen Lehenweiler, Deufringen und Dachtel auf fast 9000 Einwohner angewachsen.
Der heutige Ortskern mit Fußgängerzone und Gasthof Adler.
Das 1. Treffen 1 9 9 5 im Rückblick.
Die Resonanz auf die Inititiative von Robert Wochele, ein Treffen der Wocheles zu organisieren, war so groß, daß sich über 120 Teilnehmer anmeldeten.
Paul und Robert Wochele ( sitzend )
Viele der angeschriebenen Wocheles wurden über das Telefonbuch gefunden und durch Weitergabe der Informationen im direkten Verwandtenbereich kam diese stolze Zahl von 120 Familienmitgliedern aus nah und fern zustande.
Bei unserem 1.Treffen am 28.10.1995 im Aidlinger Adler beschnupperte man sich zum ersten Mal und manche Querverbindung durch Ur - Opa und Oma konnten festgestellt werden.
In vergnüglicher Runde mit Anekdoten von unserem Paul Wochele vorgetragen, verging der Tag wie im Fluge und jeder von uns nahm neue Erkenntnisse seiner Abstammung mit nach Hause.
Die vorgelegten Herkunftsnachweise aus div. Kirchen - und Lagerbüchern rundeten das 1. große Treffen der Sippe ab.
Wappenbild in der Calwer
Nikolauskapelle
Die Familientreffen der darauffolgenden Jahre 1997, 1999, 2001, 2003 und das Letzte 2005 verliefen alle in großer Harmonie und der Gasthof Adler entwickelte sich schon fast zum Stammlokal für viele von uns.
Mit Freude wurden neue Familienbande geknüpft und wir konnten unseren Stammbaum jedesmal um ein ganzes Stück ergänzen.
Aus diesem Grund nahm man sich vor, diese Treffen in regelmäßigen Zeitabständen zu wiederholen.
Eine traurige Nachricht wird bei der nächsten Zusammenkunft der Wocheles die Runde der Anwesenden überschatten.
Paul Wochele ist nach kurzer, schwerer Krankheit am 28.01.2007 verstorben. Er hat durch seine humorige Art immer zum Gelingen dieser Tage beigetragen und wird uns deshalb sehr fehlen.
Auch unser diesjähriges Treffen verlief sehr harmonisch.
Harald W. hat uns mit heutiger Technik ( Laptop und Beamer ) die neue Seite der
Wocheles im Internet vorgestellt.
Bei Kaffee und Kuchen wurden dann Erinnerungen ausgetauscht und bei einem Fragespiel konnte jeder seine Wortkenntnisse im Schwäbischen unter Beweis stellen.
Nach dem Abendessen ging die kleine Runde der Wocheles auseinander und man nahm sich vor, im Jahr 2010 wieder zusammenzukommen.
Die Wocheles 2011
Am 29.10.2011 war es wieder soweit. Der harte Kern der Familie traf sich im Gasthaus Adler und zur großen Überraschung sah man dieses Mal erfreulicherweise viele junge Gesichter.
Der Nachmittag verging wie im Flug und Manche konnten im aktualisierten Stammbaum der Wocheles Querverbindungen zu anderen Sippen feststellen.
Stammbaum der Wocheles
Karlheinz Wochele hat sich die Mühe gemacht und den Stammbaum aktualisiert.
(Dieser kann bei ihm unter der unten genannten E-Mail Adresse bestellt werden).